Kapf (Transkription Nr. 1210)

Schulort Kapf
Konfession des Orts: Katholisch
Signatur der Quelle: BAR B0 1000/1483, Nr. 1458, fol. 33-34v
Standort: Bundesarchiv Bern
Kanton 1799: Säntis
Distrikt 1799: Oberrheintal
Agentschaft 1799: Altstätten
Kirchgemeinde 1799: Marbach (SG)
Ort/Herrschaft 1750: Appenzell Innerrhoden
Kanton 2015: Appenzell Innerrhoden
Gemeinde 2015: Oberegg
In dieser Quelle wird folgende Schule erwähnt:
  • Kapf (Niedere Schule, katholisch)

Antwort Auf die fragen über den Zustand der schuellen Katholischen Rooden

I. Lokal-Verhältnisse.
I.1Name des Ortes, wo die Schule ist.

Auf Kapf

I.1.aIst es ein Stadt, Flecken, Dorf, Weiler, Hof?

ist ein fleckhen

I.1.bIst es eine eigene Gemeinde? Oder zu welcher Gemeinde gehört er?

Gehört Ehemahls in die Gemeinde Oberegg Kanthon Appenzell Jnn Rooden

I.1.cZu welcher Kirchgemeinde (Agentschaft)?

Kirchen Geniende Martbach: Agentschafft Altstetten

I.1.dIn welchem Distrikt?

Ligt im disstrickht Obern Rheinthall

I.1.eIn welchen Kanton gehörig?

Gehörig zum Kanthon säntis

I.2Entfernung der zum Schulbezirk gehörigen Häuser. In Viertelstunden.

Die Entferntesten heüser die zue disem schuol bezirckhe gehören sind eine halbe stunde Entlegen

I.3Namen der zum Schulbezirk gehörigen Dörfer, Weiler, Höfe.
I.3.aZu jedem wird die Entfernung vom Schulorte, und
I.3.bdie Zahl der Schulkinder, die daher kommen, gesetzt.

zue dieser schuolle Gehört Kapf Boden einhorn vnder und oberhard
Zehlt Kinder 25: heüser 20

I.4Entfernung der benachbarten Schulen auf eine Stunde im Umkreise.
I.4.aIhre Namen.

disere fleckhen hat Keine schuollen Mehr

I.4.bDie Entfernung eines jeden.
II.10Sind die Kinder in Klassen geteilt?

Auser den Klaßen der 1 Buchstabiererer
2 Leser
3 schreiber
weist Man von Keinen

II. Unterricht.
II.5Was wird in der Schule gelehrt?

Gelehrt wirt
A Buchstabieren
B Lesen
C schreiben

II.6Werden die Schulen nur im Winter gehalten? Wie lange?

Nur im Winter 15 wuchen

II.7Schulbücher, welche sind eingeführt?

schuol Bücher sind Keine eingefürt als Catechismus und geistliche Lehr reiche Bücher

II.8Vorschriften, wie wird es mit diesen gehalten?

vorschrifften Gipt der schuolmeister von seiner hand

II.9Wie lange dauert täglich die Schule?

Die schuoll daurt A vormittag B Nachmittag 3 stund

III. Personal-Verhältnisse.
III.11Schullehrer.
III.11.aWer hat bisher den Schulmeister bestellt? Auf welche Weise?

||[Seite 2] den Bestelten die Bürger des Orts durch die Mehrheit der stimmen 1 Alljahrlich
2 Auf Anhalten des selben

III.11.bWie heißt er?

der würckhliche heist Johannes sonderegger

III.11.cWo ist er her?

ist vom orte selber

III.11.dWie alt?

Zehlt 32 Jahre

III.11.eHat er Familie? Wie viele Kinder?

hat Keine Kinder

III.11.fWie lang ist er Schullehrer?

versach den schuoldinst 11 Jahr

III.11.gWo ist er vorher gewesen? Was hatte er vorher für einen Beruf?

Wahr vorherr ein feld Baur

III.11.hHat er jetzt noch neben dem Lehramte andere Verrichtungen? Welche?

vnd Treipt es Jedes Mahl Nach Geendigter schuole

III.12Schulkinder. Wie viele Kinder besuchen überhaupt die Schule?

schuol Kinder die Überhaupt die schuole Besuchen sind an der zahl 25.

III.12.aIm Winter. (Knaben/Mädchen)

im winter Knaben 15 Mägten 10

III.12.bIm Sommer. (Knaben/Mädchen)

Nichts

IV. Ökonomische Verhältnisse.
IV.13Schulfonds (Schulstiftung)
IV.13.aIst dergleichen vorhanden?

ist vorhanden

IV.13.bWie stark ist er?

etwa 300 fl.

IV.13.cWoher fließen seine Einkünfte?

die ein Künfften sind von vnsern voreltern Zuesammen gelegtes Gelt vermächtnisen und Bej Trägen

IV.13.dIst er etwa mit dem Kirchen- oder Armengut vereinigt?

ist Mit Keinem Kirchen Nach Armen Guet verbunden

IV.14Schulgeld. Ist eines eingeführt? Welches?

schuolgelt ist Keines eingefürt

IV.15Schulhaus.
IV.15.aDessen Zustand, neu oder baufällig?

Nichts

IV.15.bOder ist nur eine Schulstube da? In welchem Gebäude?
IV.15.cOder erhält der Lehrer, in Ermangelung einer Schulstube Hauszins? Wie viel?

Aus ermanglung einer schuolstube fält Jahrlich haus zins 3 fl: 45 xr.

IV.15.dWer muß für die Schulwohnung sorgen, und selbige im baulichen Stande erhalten?

Nichts

IV.16Einkommen des Schullehrers.
IV.16.AAn Geld, Getreide, Wein, Holz etc.

||[Seite 3] An gelt Jährlich 18 fl.

IV.16.BAus welchen Quellen? aus

von obigem schuolfond

IV.16.B.aabgeschaffenen Lehngefällen (Zehnten, Grundzinsen etc.)?

Nichts

IV.16.B.bSchulgeldern?
IV.16.B.cStiftungen?
IV.16.B.dGemeindekassen?
IV.16.B.eKirchengütern?
IV.16.B.fZusammengelegten Geldern der Hausväter?
IV.16.B.gLiegenden Gründen?
IV.16.B.hFonds? Welchen? (Kapitalien)

fonds an Gelt, wie oben ersichtlich

Bemerkungen
Schlussbemerkungen des Schreibers

Anmerckhung weilen von Obigem schuol fond oder vom Capitall der Zins, dem schuol Lehrer für sein Lohn Nicht er Kleckhet ist, so hat der fürst von st: gallen all Jährlich einen Aeimer wein An dise schul verehrt, Auch wenn im Jahr etwer Gestorben ist, so hat es an selbe Etwas vermacht, und aus disem ist der schuol Lehrer der Lohn erfüllet worden

Unterschrift

Zitierempfehlung: